Die optimale Ernährung bei Asthma bronchiale
Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die das Atmen erschweren kann und das tägliche Leben beeinflusst. Mit der richtigen Behandlung und einem bewussten Lebensstil können Betroffene jedoch ihre Symptome lindern. Auch die Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle, denn sie kann die Beschwerden beeinflussen und die Lebensqualität verbessern.

Was ist Asthma bronchiale?
Asthma bronchiale kennzeichnet sich durch eine chronische Entzündung und eine verstärkte Empfindlichkeit der Atemwege. Aufgrund der Verengung der Atemwege bestehen meist Beschwerden wie eine pfeifende Atmung, Luftnot, Husten oder Kurzatmigkeit. Wie schwer diese Beschwerden den Alltag einschränken und wie hoch der Leidensdruck der Betroffen ist, variiert dabei stark. Mit einer konsequenten Behandlung, der richtigen Einnahme von Asthmatika und einem gesunden Lebensstil kann man heute in den meisten Fällen von einer ganz normalen Lebenserwartung ausgehen. Entscheidend ist, Asthmasymptome ernst zu nehmen, akute Anfälle zu vermeiden und die Atemwege langfristig zu schützen.
Was sollte man bei Asthma bronchiale essen?
Die Ernährung kann bei Asthma bronchiale einen spürbaren Einfluss auf das Wohlbefinden haben. Zwar ersetzt sie keine medizinische Behandlung, doch sie kann Entzündungen beeinflussen, Asthmasymptome mildern und dazu beitragen, dass sich die Atemwege weniger schnell verengen. Grundsätzlich profitieren viele Betroffene von einer ausgewogenen und pflanzlich betonten Ernährung, da sie reich an Vitaminen, Mineralstoffen und antioxidativen Pflanzenstoffen ist, die entzündungshemmend wirken können.
Obst und Gemüse
Obst und Gemüse liefern viele antioxidative Vitamine und Pflanzenstoffe, die Entzündungen im Körper reduzieren können – ein wichtiger Faktor, da Asthma mit entzündeten und empfindlichen Atemwegen einhergeht. Besonders wertvoll sind die antioxidativen Nährstoffe Beta-Carotin, Vitamin C und Vitamin E.
Beta-Carotin
Beta-Carotin wirkt stark antioxidativ und kann helfen, Entzündungen in den Atemwegen zu reduzieren.
- Gute Beta-Carotin Quellen: Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, Spinat, Grünkohl, Aprikosen, Mango
Vitamin C
Vitamin C unterstützt das Immunsystem, schützt die Schleimhäute und neutralisiert freie Radikale, die bei Asthma verstärkt auftreten können.
- Gute Vitamin C Quellen: Paprika, Brokkoli, Orangen, Beeren, Kiwi, Zitronen, Kohlrabi
Vitamin E
Vitamin E gehört zu den wichtigsten fettlöslichen Antioxidantien im Körper und kann dazu beitragen, entzündliche Prozesse in den Atemwegen zu mildern.
- Gute Vitamin E Quellen: Nüsse, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Avocado, Mangold, Brokkoli, Grünkohl
Eine bunte Auswahl an Obst und Gemüse unterstützt somit die Atemwege, kann Asthmasymptome mildern und trägt zu einer insgesamt ausgewogenen und pflanzlich betonten Ernährung bei.
Vitamin D
Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für ein gut funktionierendes Immunsystem und kann die Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen – zwei Aspekte, die bei Asthma eine große Bedeutung haben. Studien zeigen, dass Menschen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel häufiger Atemwegsinfekte entwickeln und teils stärkere Asthmasymptome erleben. Auch schwere Asthmaanfälle können bei einem Mangel etwas häufiger auftreten.
Da Vitamin D nur in geringen Mengen über die Ernährung aufgenommen wird, ist die eigene Produktion durch Sonnenlicht entscheidend. Gerade in den Wintermonaten oder bei wenig Aufenthalt im Freien kann der Spiegel jedoch leicht absinken. In solchen Fällen kann eine Supplementation sinnvoll sein, sollte aber immer auf Basis eines gemessenen Blutwertes erfolgen.
Zu den wenigen natürlichen Vitamin-D-Quellen gehören fettreicher Fisch, wie Hering und Lachs sowie Eigelb.
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Was sollte man bei Asthma bronchiale lieber nicht essen?
Es gibt jedoch auch Lebensmittel, die Asthma eher negativ beeinflussen. Stark verarbeitete Produkte, Lebensmittel mit vielen künstlichen Zusatzstoffen, sehr salzhaltige Speisen oder solche, die häufig Allergien auslösen, können bei manchen Menschen Beschwerden verstärken.
Stark verarbeitete Lebensmittel
Fertigprodukte, Chips, Fast Food oder sehr zuckerreiche Snacks enthalten oft Zusatzstoffe, Transfette und viel Salz. Diese können entzündliche Prozesse im Körper fördern und die Atemwege empfindlicher machen.
Ebenso können diese Lebensmittel bei einem hohen Verzehr aufgrund der hohen Energiedichte schneller zu Übergewicht führen, was wiederum zu einem erhöhten Asthmarisiko beitragen bzw. die Symptome verstärken kann.
Lebensmittel mit vielen Zusatzstoffen
Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Geschmacksverstärker können bei empfindlichen Personen Asthmasymptome verschlimmern. Besonders Sulfite – häufig in Trockenfrüchten, Wein, Essig oder manchen Fertigsaucen – sind dafür bekannt, bei einigen Asthmatiker:innen Beschwerden auszulösen.
Sehr salzhaltige Lebensmittel
Übermäßiger Salzkonsum kann zu Wassereinlagerungen und Schleimhautschwellungen beitragen. Zudem gibt es Hinweise, dass eine salzarme Ernährung die Lungenfunktion unterstützen kann.
Lebensmittel, die häufig Allergien auslösen
Wer zusätzlich Allergien hat (z. B. gegen Nüsse, Milch, Weizen, Eier), sollte diese konsequent meiden, da allergische Reaktionen Asthmaanfälle auslösen können.
Sicherheit im Alltag: Ernährungsberatung bei Allergien
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Quellen:
Kasper H. Ernährungsmedizin und Diätetik. 12. Auflage. München: Urban & Fischer/Elsevier; 2014.
Schlieper CA. Grundfragen der Ernährung. 19. Auflage. Hamburg: Verlag Handwerk und Technik; 2019.
Allan K, Devereux G. Diet and asthma: nutrition implications from prevention to treatment. 2011 [zitiert 30.11.25]. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21272700/
Robert Koch Institut. Asthma bronchiale. 2025 [zitiert 19.02.2026]. https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Nichtuebertragbare-Krankheiten-A-Z/A/Asthma/asthma-node.html
