Morbus Crohn: Die Krankheit, ihre Symptome und Diagnose

Morbus Crohn ist eine entzündliche Darmerkrankung, die in Schüben auftritt und bisher nicht heilbar ist. Um Symptome gezielt zu lindern und Folgen zu vermeiden, sollte die Krankheit frühzeitig erkannt werden. Die Diagnose von Morbus Crohn erfolgt durch verschiedene Untersuchungen.

Autor:in: Nicole Hoenig (Diplom-Ökotrophologin, VDOe-zertifiziert)

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Eine Frau liegt mit Bauchschmerzen auf dem Sofa.

Was ist Morbus Crohn?

Morbus Crohn ist eine entzündliche Darmerkrankung, die sich im gesamten Verdauungstrakt zeigen kann. Meistens ist jedoch der Dünndarm betroffen und die oberen Abschnitte des Dickdarms. Die Krankheit verläuft in Schüben, weshalb man bei der Therapie zwischen einer Akutphase und einer Remissionsphase unterscheiden muss.

Etwa 400.000 Menschen in Deutschland leiden unter Morbus Crohn. Häufig manifestiert sich die Krankheit ab dem 30. Lebensjahr, 20 % aller Patient:innen sind allerdings auch unter 20 Jahre alt. Weltweit nimmt die Häufigkeit der Erkrankung zu.

Wie verläuft die Krankheit Morbus Crohn?

Der Verlauf eines Morbus Crohn ist sehr unterschiedlich und lässt sich nicht genau vorhersagen. Bei etwa 25 % der Patient:innen treten kontinuierliche Symptome auf, etwa ein Drittel leidet unter chronischen Schüben, die sich mit weitgehend beschwerdefreien Phasen abwechseln.

Welche Folgen kann Morbus Crohn haben?

Im längeren Verlauf kann es zu Komplikationen wie Darmeinengungen, Fisteln oder Abszessen kommen, vor allem dann, wenn die Therapievorschläge nicht konsequent umgesetzt werden. Häufig müssen Patient:innen dann operiert werden, um z.B. verengte Darmabschnitte zu öffnen oder auch Teile des Darms zu entfernen.

Ist der Dickdarm betroffen, geht man nach etwa 10 Jahren von einer erhöhten Tumorgefahr aus. Eine regelmäßige gastroenterologische Überwachung ist daher auf jeden Fall erforderlich.

Eine ältere Frau sitzt auf dem Sofa mit Laptop auf dem Schoß und blickt nachdenklich zur Seite.

Was ist die Ursache von Morbus Crohn?

Bisher weiß man nicht genau, welche Ursachen zur Entstehung von Morbus Crohn beitragen. Vermutet werden sowohl Umweltfaktoren als auch genetische Faktoren, virale oder bakterielle Infekte, Rauchen oder eine veränderte Darmflora.

Unabhängig der Ursache gilt Morbus Crohn bisher als nicht heilbar und wird medikamentös mit Kortikoiden oder Immunsuppressiva behandelt, die die Aktivität des Immunsystems und damit die Entzündung im Körper unterdrücken. Auch eine angepasste Ernährung ist wichtig, um die Symptome zu lindern und Schübe zu verringern.

Mit welchen Symptomen zeigt sich ein Morbus Crohn?

Zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome von Morbus Crohn nicht eindeutig. Häufig beginnt sie mit Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, chronischen Durchfällen (länger als vier Wochen anhaltend) und / oder Gewichtsverlust. Auch ein allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber oder bei Kindern eine Wachstumsverzögerung können auftreten.

Etwa die Hälfte der Betroffenen von Morbus Crohn leidet unter Symptomen wie Gelenkschmerzen in einzelnen oder mehreren Gelenken. Auch Entzündungen an Augen und Haut können Begleiterscheinungen der Krankheit sein.

Durch die chronische Entzündung und die häufigen Durchfälle treten oft Mangelerscheinungen auf, z.B. an Protein, Folsäure, Vitamin A, D, B12, Eisen, Zink und Selen.

Leben mit Morbus Crohn: Symptomen auf natürliche Weise entgegenwirken

Auch wenn Morbus Crohn bislang nicht heilbar ist, kann die entzündliche Erkrankung effektiv bekämpft werden. Mit einer angepassten Ernährung können Sie Ihre Symptome lindern und die Häufigkeit Ihrer Schübe reduzieren. So steigern Sie nachhaltig Ihre Lebensqualität!

Junge Frau lacht fröhlich und zufrieden.
Ein Arzt sitzt vor einem Laptop und erklärt etwas.

Wie wird Morbus Crohn diagnostiziert?

Es gibt nicht die eine aufschlussreiche Untersuchung auf Morbus Crohn. Vielmehr setzt sich die Diagnostik aus zahlreichen Untersuchungen zusammen:

  • allgemeine körperliche Untersuchung
  • Blutuntersuchung
  • Stuhluntersuchung
  • Ultraschall des Bauchraumes
  • Magen- und Darmspiegelung mit Entnahme von Gewebeproben
  • Kernspinuntersuchung des Dünndarms

Quellen:

  • Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung e.V. – www.dccv.ce
  • Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung (Gastro-Liga) e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – Beratungsstandard
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung – Leichte Vollkost