Kein Hungergefühl? Ursachen und Behandlung bei Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit (Inappetenz) betrifft sehr viele Menschen und ist weit mehr als bloßes Desinteresse am Essen – sie kann ein Symptom für eine ernsthafte Erkrankung sein und birgt große gesundheitliche Risiken. Dahinter stecken komplexe Wechselwirkungen aus körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren, die den natürlichen Hungermechanismus aus dem Gleichgewicht bringen. Wer die Ursachen von fehlendem Hungergefühl und wirksame Behandlungsstrategien kennt, kann gesundheitlichen Folgen gut entgegenwirken.

Autor:in: Redaktion Ernährungs-Therapie.net

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Wie wird Appetit im Körper reguliert?

Appetit wird durch die Hormone Leptin (Sättigungshormon) und Ghrelin (Hungerhormon) reguliert, die als Botenstoffe im Gehirn wirken. Bei einem hohen Leptinspiegel fühlen wir uns satt – das Ghrelin ist niedrig. Bei Hunger ist es umgekehrt: Der Leptinspiegel ist niedrig und das Ghrelin ist erhöht. Bei andauernder Appetitlosigkeit passiert aber interessanterweise genau das Gegenteil: der Leptinspiegel ist zu niedrig und das Ghrelin zu hoch. Das Problem ist hier, dass die Botenstoffe, die den Appetit regulieren, nicht mehr richtig wirken.

Welche Ursachen kann Appetitlosigkeit haben?

Ein fehlendes Hungergefühl kann viele verschiedene Ursachen haben.

Erkrankungen

Es gibt viele Erkrankungen, die Appetitlosigkeit verursachen können. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie immer mit einem niedrigen Hungergefühl einhergehen. Zu den Erkrankungen, die mit Appetitlosigkeit in Verbindung stehen, gehören:

  • Atemwegsinfekte (z. B. Grippe oder COVID-19)
  • Magen-Darm-Infektionen (z. B. Entzündungen im Magen bzw. Darm)
  • Tumorerkrankungen
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  • Lebensmittelvergiftungen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Reizmagen
  • Leberzirrhose (Endstadium chronischer Lebererkrankungen)
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
  • Blinddarmentzündung
  • Gallensteine
  • Hepatitis (Leberentzündung)
  • Magengeschwüre
  • Depressionen und andere psychische Erkrankungen
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Diabetes
  • Demenz und andere neurologische Erkrankungen (z. B. Parkinson, Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose)
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD)
  • HIV-Infektion (AIDS)
  • Alkoholismus und andere Suchterkrankungen

Medikamente

Viele Medikamente können als Nebenwirkung den Appetit hemmen, z. B.:

  • Statine
  • Antibiotika
  • Antimykotika (Antipilzmittel)
  • antivirale Medikamente
  • Muskelrelaxantien
  • Migränemedikamente
  • Blutdrucksenker
  • Diuretika (harntreibende Medikamente)
  • Antiarrhythmika (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
  • Antidepressiva
  • Neuroleptika
  • Schlafmittel
  • Thyreostatika (zur Behandlung von Schilddrüsenüberfunktion)
  • Bronchodilatatoren (zur Behandlung von Asthma)
  • nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR (schmerz- und entzündungslindernde Medikamente)

Nährstoffmängel

Manche Nährstoffmängel, wie z. B. Vitamin B1, Zink, Vitamin B12 und Eisen, können Appetitlosigkeit verursachen. Umgekehrt führt ein fehlendes Hungergefühl zu einer verringerten Nährstoffaufnahme und erhöht damit das Risiko für Mängel oder kann sie verstärken.

Psychische Ursachen

Appetitlosigkeit kann weitere Ursachen haben. Dazu gehören Stress, Liebeskummer, Sorgen, belastende Veränderungen und Einsamkeit.

Appetitlosigkeit bei älteren Menschen

Ältere Menschen verspüren häufig kaum noch ein Hungergefühl. Hier liegen oft viele Ursachen zugrunde – häufig liegen nicht nur Erkrankungen vor, die zu Appetitverlust führen, sondern werden außerdem Medikamente eingenommen, die den Appetit verringern können.

Oftmals ist auch die Verdauung beeinträchtigt. Eine verlangsamte Magenentleerung und Verstopfung können beispielsweise das Hungergefühl dämpfen. Hinzu kommen ein Mangel an Bewegung und ein geringer Energiebedarf. Auch ein verringertes Geschmacks- und Geruchsempfinden und ein Verlust der Sehkraft können zum Appetitmangel beitragen.

Folgen von Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit, die länger als ein paar Tage oder Wochen anhält, kann potenziell gefährlich werden. Dies gilt insbesondere für ältere Personen, Krebspatient:innen und Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Sie kann zu Nährstoffmängeln, Sarkopenie (Muskelschwund) und Gebrechlichkeit führen. Außerdem schwächt eine zu geringe Nahrungsaufnahme das Immunsystem, verschlechtert die Wundheilung und kann chronische Erkrankungen verschlimmern.

Ein langanhaltendes, fehlendes Hungergefühl gilt bei älteren Menschen sogar als Risikofaktor für einen vorzeitigen Tod.

Daher besteht bei langanhaltender Appetitlosigkeit oder einem Gewichtsverlust von mehr als 5–10 % des Körpergewichts innerhalb weniger Monate dringender Handlungsbedarf. Dies gilt insbesondere, wenn das fehlende Hungergefühl mit ausgeprägter Schwäche und Mangelerscheinungen einhergeht.

Was tun bei Appetitlosigkeit?

Bei Appetitlosigkeit ist es zunächst wichtig, die Ursache ausfindig zu machen. In manchen Fällen ist sie nur vorübergehend oder kann beseitigt werden, wodurch sich der Appetit schnell wieder reguliert. Sollte das nicht der Fall sein, gibt es Maßnahmen, die den Folgen entgegenwirken und unabhängig von der Ursache den Appetit anregen können.

Ist die Ursache der Appetitlosigkeit nicht bekannt, ist eine gründliche ärztliche Untersuchung anzuraten. Denn Appetitlosigkeit kann ein Symptom einer ernsthaften, unerkannten Erkrankung sein. Bei der Diagnose spielen auch Begleitsymptome wichtige Hinweise auf die Ursache.

Die Ursache zu erkennen und zu behandeln, beseitigt aber nicht unbedingt die Appetitlosigkeit. Im Gegenteil: Viele Medikamente können sogar Appetitlosigkeit verursachen.

Maßnahmen, um den Appetit anzuregen

Es gibt einige Maßnahmen, die unabhängig von der Ursache helfen können, den Appetit zu steigern.

Regelmäßige Bewegung

Körperliche Aktivität kann den Appetit sehr gut anregen. Falls Sie den Großteil des Tages sitzend verbringen und keinen Sport machen, könnte mehr Bewegung Abhilfe schaffen. Es muss auch nicht unbedingt Sport sein. Selbst ein Spaziergang kann helfen, den Appetit zu steigern.

Bei bettlägerigen Patient:innen können einfache Bewegungsübungen hilfreich sein.

Appetitanregende Kräuter und Gewürze

Manche Kräuter und Gewürze können den Appetit potenziell anregen. Dazu gehören Zimt, Fenchel, Vanille, Nelke, Muskat und Ingwer. Sie können entweder Ihre Speisen damit würzen oder auch einen Kräutertee zubereiten und vor dem Essen trinken. Auch Zitrone kann unterstützend helfen.

Wie sich diese Gewürze auf den Appetit auswirken, ist aber individuell. Sie können auch den gegenteiligen Effekt haben, also den Appetit hemmen. Probieren Sie verschiedene Gewürze daher vorsichtig aus.

Mahlzeiten appetitlich gestalten

Es heißt nicht umsonst: „Das Auge isst mit.“ Das Essen schön anzurichten, den Tisch zu dekorieren und eine schöne Essensatmosphäre zu schaffen, kann zumindest helfen, mit dem Essen anzufangen.

Auch gute Gesellschaft kann einen positiven Effekt haben. Hat man erst mal den ersten Bissen genommen, folgen oft noch weitere, wenn es gut schmeckt.

Häufig kleine Portionen essen

Bei fehlendem Hungergefühl können meist keine großen Portionen gegessen werden. Um die Energieaufnahme zu erhöhen, kann es hilfreich sein, in kurzen Abständen kleine Zwischenmahlzeiten zu essen. Am besten haben Sie immer einen Snack griffbereit, falls Sie mal etwas Appetit bekommen.

Ein weiterer Tipp: Richten Sie zunächst nur eine kleine Portion an. Denn zu große Portionen können bei geringem Appetit abschreckend wirken.

Zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung bei Appetitlosigkeit

Sollte sich der Appetit nicht ausreichend steigern lassen, gibt es trotzdem Möglichkeiten, die notwendigen Nährstoffe zuzuführen, um die gesundheitlichen Folgen entstehender Mängel vorzubeugen.

Trinknahrung

Bei langanhaltender Appetitlosigkeit können Kalorien in flüssiger Form überaus hilfreich sein. Gemeint sind hier aber keine zuckerhaltigen Softdrinks, sondern vielmehr Getränke oder Essen in flüssiger Form, die die notwendigen Nährstoffe liefern. Suppen und pürierte Eintöpfe können bei fehlendem Hungergefühl oft eher gegessen werden als feste Nahrung.

Eine weitere Möglichkeit, lebenswichtige Nährstoffe zuzuführen, sind hochkalorische Shakes und Smoothies. Sie können beispielsweise Joghurt, Sahne, Nussmus, Haferflocken, Obst, Gemüse und auch Proteinpulver enthalten.

In akuten Fällen kann auch eine bilanzierte Trinknahrung zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um medizinische Flüssignahrung, die es mit unterschiedlichen Nährstoffzusammensetzungen und Geschmacksrichtungen gibt.

Lebensmittelauswahl nicht einschränken

Sofern keine Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergien vorliegen, sollte die Lebensmittelauswahl möglichst nicht eingeschränkt werden. Bei langanhaltendem, akutem Appetitmangel ist es wichtig, überhaupt etwas zu essen.

Natürlich wäre es gut, etwas zu essen, das auch wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien liefert. Im Zweifel ist es aber besser, etwas Ungesundes als gar nichts zu essen. Schränken Sie sich also nicht ein, wenn Sie auf etwas Appetit haben.

Nahrungsergänzung

Falls aufgrund einer zu geringen Nährstoffaufnahme der Nährstoffbedarf nicht gedeckt werden kann, können auch Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein. Wenden Sie sich hierzu an Ihre:n Ärzt:in.

Nährstoffversorgung sicherstellen: Individuelle Ernährungsberatung

Bei langanhaltendem, fehlendem Hungergefühl über mehrere Monate ist die Gefahr groß, dass wichtige Nährstoffe zu kurz kommen. Bei einer individuellen Ernährungsberatung helfen Ihnen unsere Fachkräfte dabei, trotz fehlendem Appetit Ihren Nährstoffbedarf zu decken.

Junge Frau sitzt an ihrem Laptop und nimmt an Ernährungsberatung teil.

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